Herpes – ein Albtraum

…und das vorläufige Ende eines gelebten und geliebten Traumes – April 2017

Eine WhatsApp-Nachricht meiner Tierärztin…
Ein Foto der Auswertung einer Blutuntersuchung und eines Rachentupferabstriches:
Herpes 770 positiv!

Darunter der kurze Satz: Es tut mir so leid! – Stille.
Mein Hals schnürte sich zu, ich rang nach Atem, eine Faust krallte sich um mein Herz…
Oh!… Mein!… Gott!…
Das steht da nicht! Das kann nicht sein! Wie? Woher? Wann und vor allem warum?!
Ich fiel in einen Albtraum, aus dem ich mehrere Wochen nicht erwachen sollte…Aber der Reihe nach.

Im Herbst 2015 besuchte ich eine Schildkrötenfreundin und sah in ihrem Gehege ein wunderschönes Thh Weibchen sitzen, als einzige in einer gemischten Gruppe von diversen Landschildkrötenarten ihrer privaten Auffangstation.

Ich verliebte mich sofort in die gepanzerte Dame und jammerte fortan bei jeder Gelegenheit meiner Freundin die Ohren voll und erreichte schließlich im Frühjahr 2016, dass sie einwilligte und mir das Tier versprach. Ich bat wie üblich im Vorfeld um einen Herpestest, den sie auch ganz selbstverständlich sofort veranlaßte und dessen Ergebnis mich tief befriedigt das Tier 3 Wochen später abholen ließ.

Aber etwas stimmte nicht. Nur was? Ich brauchte eine Weile und dann fiel es mir schlagartig auf: Das war gar keine Thh, sondern eine Herci und sie sah einer Thh doch so verdammt ähnlich! Wie konnte mir das nach 33 Jahren Schildkrötenhaltung passieren?! Nun, manchmal siegt die Gier oder Sammelleidenschaft – jedenfalls etwas Ungutes – und man wird blind für das Offensichtliche. Was nun?

Erstmal behalten, denn schön war sie ja. Kurz darauf bat mich eine Bekannte, ein im letzten Jahr vermitteltes Böckchen wieder zurückzunehmen; es integriere sich nicht in ihre Gruppe. Schade, aber Ehrensache, das Tier sollte zurück und diesmal für immer. Das hatte er sich verdient. In der Box befand sich beim Öffnen ein weiteres kleines Böckchen als Geschenk….! Suuuuper…:o( !!!

Da ich mittlerweile wußte, dass die Bekannte gern mal Tiere aufnimmt und diese dann auch wieder abgibt, kamen beide Böcke in ein Quarantänefrühbeet und ich ließ eine Blutuntersuchung zum Ausschluß von Herpes machen. Negativ. Wenigstens das!

Aber nun hatte ich für meine Gruppe definitiv zu viele Böcke. Ich entschloß mich, einmal richtig tief in die Tasche zu greifen und noch zwei adulte Thh Weibchen zu erstehen, was mir auf Grund der Tiefe des Taschengriffs auch gut gelingen sollte. Natürlich ab ins Quarantänegehege und testen lassen!

Wie üblich Herpes negativ

Warum ich das so betone?
Ich wollte nicht fahrlässig mit meinen Bestand umgehen, hat mich die Schildkrötenhaltung mein ganzes Leben lang doch sehr geprägt und ist sie doch von großer Bedeutung für mich. Um es ganz optimal vom Geschlechterverhältnis her zu machen, beschloß ich, das Herci Weibchen gegen ein Thh Weibchen zu tauschen. Das wäre dann perfekt gewesen. Mein langjähriger Schildkrötenfreund und Vertrauter in allen Belangen rund um unsere Gepanzerten T. aus Rheinland-Pfalz bot sich als idealer Tauschpartner an, hielt er doch eine kleine Herci-Gruppe. Dort würde es die Kleine wirklich gut haben! Er bot mir ein Thh/Thb Bastard- Weibchen an, das einzige fast passende Tier in seinem Besitz.

Nun, das war zwar nicht perfekt, aber die Kleine war wunderschön und wirkte zudem wie eine etwas bullige Thh. Alles paßte: Mittelnahtabstände, Wangenflecken, Bänderung, Maserung…Also gut, für die Zucht ungeeignet, aber als Abwechslung für die zahlreicher gewordenen Herren sicher okay.

Ich fragte meinen Freund nach einem Herpestest und er versicherte mir in der Folge 3 mal, dass er einen Herpes negativen und überwachten Bestand hätte. Er mache immer Tests, schon zum Schutz seiner eigenen Tiere. Ich könne Annabella natürlich sofort dazusetzen. Er war ein langjähriger Freund, ein guter Freund, nicht ein Hauch von Misstrauen keimte da in mir. Warum auch!?

Im Juli 2016 zog Annabella als letztes Tier ein und die Gruppe schien perfekt. Alles ging seinen ganz normalen Gang, keine Auffälligkeiten, nichts. Die Starre kam und endete Anfang März für die meisten meiner Tiere; nur einige wenige – unter ihnen auch Annabella – nahmen sich etwas länger bis etwa Mitte März Zeit. Eines Morgens saß ich in meinem Schildkrötenhaus und wieder hatte ich eine Erkenntnis: Das sind ja viel zu viele!!!

Was machst du hier eigentlich??? Im Garten fällt das nicht auf , aber in einem 10 qm Haus über 20 adulte Thh….das war eindeutig zu viel! Und ich bereute meine Sammelleidenschaft und beschloß, mich von 7-8 Tieren zu trennen. Das würde nicht leicht für mich, aber auch ich hatte meine Lieblinge und weniger geliebte Tiere dabei. Bin ja auch nur ein Mensch. Die Ironie des Schicksals ergab in der Folge, dass die weniger geliebten Tiere überleben durften…

Adulte Tiere im Frühjahr abzugeben ist relativ einfach

Innerhalb von 2 Tagen hatte ich für 8 Tiere neue Zuhause gefunden. Zwei Tiere gingen in den direkten Freundeskreis, zwei zu einer Bekannten einer Freundin in den Westerwald, die anderen vier reservierte ich. Darunter ein äußerst seltenes Paar der groß werdenden Population aus dem südl. Menorca. So weit, so gut.

Ende März 2017 hustete Annabella… Nanu? Ein Schnüpfchen? Egal, ist morgen weg… War es aber nicht. Sie fauchte, fraß Löwenzahn und spuckte ihn sofort wieder aus. Eine Lungenentzündung? Was sollte es sonst sein? Von RANA hatte ich ewig nichts mehr gehört und Herpes konnte es ja nicht sein; waren ja alle getestet.

Ich vereinbarte einen Termin bei meiner Reptilienfachärztin und besuchte sie am nächsten Tag. Erste Diagnose: Pneumonie, im Rachen war nur Schleim, Herpes war ja ausgeschlossen, vielleicht ein neuer RANA-Virus oder ganz was neues im Gepäck? Mit Baytril unterm Arm verließ ich die Praxis und packte das Tier nun endlich nach 3 Tagen in eine separates Gehege. Das kriegen wir schon hin…

Nichts bekam ich hin, der Gesundheitszustand Annabellas verschlechterte sich täglich und so suchte ich meine Ärztin erneut auf. Sie hatte einen Verdacht, aber wo bitte schön sollte Herpes denn bei meinen getesteten Tieren herkommen!? Annabella wurde geröntgt um eine mögliche Legenot auszuschließen, denn außer klarem Schleim war nichts zu sehen. Keine Eier, Lunge total dicht. Jetzt mußte ich täglich Baytril spritzen um wenigstens die Sekundärinfektionen in den Griff zu bekommen, aber es wurde immer schlimmer. Schließlich entschied ich mich endlich beim 3. Besuch zwei Tage später zur Blutkontrolle und zum Rachenabstrich. Ich wollte wissen, ob ich es mit einem neuen Virus zu tun hatte. Vielleicht doch RANA?

Nun, der Gartenteich liegt neben dem Landschildkrötengehege und wenn auch die Emys den Zaun nicht überwinden konnten, die Erdkröten konnten es doch. Annabella starb. 10 Tage nach der Blutentnahme bekam ich den oben genannten Befund.

Herpes 770 positiv.

Ich brach innerlich total zusammen. Ich griff zum Hörer und informierte sofort die Menschen, die wenige Wochen zuvor von mir adulte Tiere bekommen hatten. Ich war die ganze Zeit mit ihnen im Kontakt, auch sie waren geschockt und auch sie begriffen allmählich, in welch tödlicher Gefahr sich ihre Tiere befanden. Wer noch keine Quarantäne gemacht hatte, machte es ab diesem Zeitpunkt. Zu spät?

Wenige Wochen später…

wissen wir nun, dass die ersten Tests Gott sei Dank negativ waren, die Tiere bleiben bei meinen Freunden aber weiterhin in Quarantäne und eines möchte ich hier betonen: Sie standen die ganze Zeit fest an meiner Seite! Das hat bestimmt auch damit zu tun, dass ich von Anfang an mit offenen Karten gespielt und nichts verheimlicht habe.

Aber zurück in den Albtraum: Ich war gepackt von Panik und Angst, Frustration und Wut. Bis zu diesem Befund sprach ich einige Male mit Annabellas Vorbesitzer, meinem ehemals guten Freund T. und er erzählte mir, dass auch sein Thb-Bestand bis auf das letzte Tier verstorben sei. Er hätte sich wohl was eingefangen, aber wie? Das war auch meine Frage.

Sein Bestand sei doch tierärztlich überwacht, Herpestests alle negativ! Und plötzlich konnte er sich nicht mehr so genau erinnern…Bluttest oder Rachenabstrich? Alle Tiere oder nur die Neuen? Ach, die beiden uralten Tiere eines Freundes nicht, sie seinen ja 30 Jahre quasi in Quarantäne gewesen usw. Ich war fassungslos!

Hatte ich nicht mehrmals gefragt, ob ALLE Tiere getestet seien??? Ob es irgendeinen Grund zur Skepsis gäbe? Ob ich nicht selbst nochmals testen sollte? Nein, nein, nein. Ja, den Altbestand hätte er wohl nicht getestet…Zum Schluß gab er noch dem Wunsch Ausdruck, mich möge es nicht so schlimm treffen wie ihn, er habe immerhin 11 Tiere verloren, ich bis dato nur eines. Es kommt ja selten vor – Freunde von mir wissen das nur zu gut – aber ich war sprachlos.

Und gelähmt. Vor Angst total gelähmt. Was würde passieren? Nur die eine? Sollte ich Glück im Unglück haben? Sollte ich nicht. Nur 2 Tage später erkrankte mein geliebtes Alpha-Männchen Antonio. Mein Antonio! Mein Liebling! Antonio….Sofort zur Ärztin und da war es wieder: Herpes, kein Zweifel. Antonio lebte noch eine Woche. Ich befand mich in einem Albtraum, meine Tiere in tödlicher Gefahr.

Verheimlichen war nie mein Ding und so erlaubte ich einem Freund, meine Geschichte in Kurzfassung im Netz zu teilen, als Warnung vor Gutgläubigkeit und Naivität. Ob der Vorbesitzer etwas geahnt hatte bei der Abgabe?

Ich weiß es nicht

Selbst wenn T. es nicht gewußt haben sollte, so wußte er doch , dass er nicht jedes Tier getestet und in diesem Punkt mir nicht die Wahrheit gesagt hatte. Er hat das Leben meiner Tiere leichtsinnig aufs Spiel gesetzt, war desinteressiert oder ignorant. Ja, auch er hat Tiere verloren, ja, auch ich hätte eine Quarantäne machen müssen, hätte nicht vertrauen dürfen. Und wenn Ihr mal ganz tief in Euch geht,…. na, wer wirft den ersten Stein? Aber er hätte doch sagen können, daß nicht sein gesamter Bestand getestet sei! Wo wäre das Problem gewesen?

Ich hätte doch erst testen können, ich hätte die 40 € auch bezahlt!!! Warum diese Ignoranz vor der Gefahr?! Am Tag, an dem ich mich entschloß, Antonios Leiden eine Ende zu bereiten, erkrankten 3 weitere adulte Weibchen. Speichelfluß, Appetitlosigkeit, Fauchen, diesmal belegte Rachen und Zungen….Ich stand ohnmächtig davor, von Angst gepackt und hin und her geworfen. Was machen Männer dann?

Sie nehmen den Hund und gehen Gassi. Ich nahm unsere 4 Hunde und ging Gassi. Und ich heulte, heulte Rotz und Wasser, mitten auf der Hundewiese stand ich, ein 1,91m großer und 100kg schwerer Mann und heulte. Ein Strohhalm mußte her! Vielleicht überleben es ja einige, auch wenn positiv, egal, züchten muß ich ja nicht mehr, aber bitte, bitte, lieber Gott, nimm sie mir nicht alle!

Bestimmt würden es ein paar überleben, bestimmt meine Lieblinge Rosella, Donatella, Mariella, Carlotta und Alba, mit etwas Glück auch Paolo oder Kleiner Berlusconi, möglicherweise aber auch Benita und die schöne große Magarita von Menorca mit Ramon, ihrem Bock, mit dem sie 1970 als kleine Kröten von der Vorbesitzerin nach Deutschland verschleppt wurde. Vielleicht nur 5 oder 6, egal, Hauptsache es bleiben Tiere außer den Babies zurück. Diese haben gar keine Symptome, ein Test ist wegen der geringen Größe aber noch nicht möglich. Und was ist mit den Sumpfschildkröten?

Nun, zumindest die können dieses Herpesvirus nicht bekommen. Sie würden mir bleiben. Kein wirklicher Trost! Täglich hoffte ich auf ein Ende des Sterbens und wenn einmal 2 Tage kein Tier verstarb, schöpfte ich wieder Mut und Hoffnung, immer unterstützt von meiner Familie und vor allem von meinem Mann, der sich als sehr geduldig und einfühlsam erwies. Danke, Schatz! Doch starb an einem Tag kein Tier, so waren es am nächsten Tag 2 und ich konnte diesem Horror nicht entfliehen. Ich wurde immer trauriger, immer verzweifelter und als meine letzten Tiere Symptome zeigten, war ich fast schon erleichtert.

Ostermontag, knapp 4 Wochen nach Annabellas erstem Husten hatte ich keine einzige adulte Landschildkröte mehr. 34 Jahre Hobbyhaltung, Leidenschaft, Interesse für alles, was mit diesen Tieren zu tun hat, Erinnerungen, Urlaube und Exkursionen in die Habitate, mein gewecktes Interesse für alles Mediterrane…..nichts mehr. Ein ganzer Bestand ausgerottet. Die Babies, ja, die sitzen weiterhin in ihrem Frühbeet und warten wie wir alle in diesem Frühjahr auf die langersehnte Wärme und den Sommer. Aber mein Gehege ist leer. Keine Adulte läuft mehr durch das Gelände, kein Böckchen stellt mehr einem Mädel hinterher, Donatellas kreisrunde Knopfaugen….nichts mehr!

Ich bin aus dem Albtraum erwacht und stehe vor dem Nichts.

Emotional ausgebrannt, wirtschaftlich schwer geschädigt. Auch das darf man nicht außer acht lassen, wenn es auch nicht an erster Stelle kommt. Und nun? Aufhören kann ich nicht. Erstens kann ich mir ein Leben ohne Landschildkröten gar nicht vorstellen. Wäre ja wie ohne Hunde! Undenkbar!

Und zweitens sind da ja die Babies. Ich kann sie nicht abgeben, denn wenn auch noch kein Tier erkrankt ist und das bei einer Infektion schon sehr ungewöhnlich wäre…bei Herpes kann alles und nichts passieren und es wäre unverantwortlich, jetzt meine Kleinen zu verkaufen. Also muß ich für sie alles wieder aufbauen. Was das heißt, kann sich kaum einer vorstellen. Das Haus zu desinfizieren ist sehr arbeitsintensiv, aber es ist möglich und die Babies können sogar noch in diesem Sommer dorthin umziehen…mittlerweile könnte man darin einen Blinddarm operieren. Ich habe mit soviel Mitteln gegen behüllte Viren desinfiziert und brandgekalkt, bis ich ein leicht debiles Lächeln im Gesicht verspürte.

Aber das Freigehege?! Von der Struktur her kann ich es nicht vollkommen kalken ohne die Emys zu gefährden. Also behandle ich nur die Pfade und die Liegeplätze mit 20%er Kalkmilch und lasse es für mindestens 16 Monate brach liegen. Dann wird neu aufgeschüttet, im Haus sogar 20 bis 30 cm, dort habe ich aber eben soviel abgetragen bevor ich mit der Desinfektion anfing.

Das Virus ist hauptsächlich im Speichel und im Kot. Gerade dieser verleiht dem Virus eine schützenden Ummantelung. Sie muß sich erst abbauen, damit das UV-Licht der Sonne das Virus zerstören kann. Glatte Flächen habe ich mit kochendem Wasser und einem Fettlöser vor der Desinfektion abgewaschen. Allein das killt das Herpes-Virus, aber sicher ist sicher. Fettlöser, Hitze, UV-Strahlung, ein Desinfektionsmittel und Brandkalk…Unmengen an Arbeitszeit und Schweiß….mehrere Kubikmeter Erde und Schotter…. ein arbeitsreicher Sommer steht an….und auch ein trister.

Wo sind meine Tiere? Meine geliebten Tiere? Antonio, Donatella, Mariella oder Carlotta mit ihren Gelegen ohne ein einziges Ei? Sie fehlen mir, täglich und es tut so weh! Wann wird das besser? Es wird besser, das weiß ich, denn ich habe die Hälfte meine Lebens lange hinter mir und habe viel lernen dürfen und auch müssen. Dieses Mal, einem vermeintlichen Freund nicht zu glauben, eine drohende Gefahr immer ernst zu nehmen und nicht als abstrakt abzutun. Ich habe diesen Bericht verfaßt, um mir meinen Kummer von der Seele zu schreiben und um zu warnen!

Egal, wie gut man einen anderen Menschen zu kennen glaubt, SCHÜTZT EURE TIERE MIT EINER ENTSPRECHEND LANGEN QUARANTÄNE, seid lieber etwas zu vorsichtig als zu vertrauensselig, macht EIGENE Herpestests, diese Investition lohnt allemal!

Ja, ich fange wieder an, ja, ich tue alles für die Babies und ja, ich werde mir wieder eine kleine Gruppe zusammenstellen. Aber nein, meinen Antonio mit seinen pechschwarzen Kulleraugen werde ich nie wieder sehen und nun muß ich diesen Bericht abbrechen, denn nun kullern wieder Tränen…

Nachtrag Mai 2017

Das Haus ist desinfiziert, den Babies geht es offenkundig gut, ich kann mich aber immer noch nicht an das leere Gehege gewöhnen. Ich habe es nun doch weitflächiger als geplant mit Kalkmilch übergossen. Den Rest macht die Sonne! Im nächsten Sommer werde ich wieder von vorn anfangen – nicht von null – aber doch von vorn. Gern würde ich mir wieder eine kleine Gruppe adulter Testudo hermanni hermanni zulegen. 1,4 wäre toll, aber so eine Gruppe muß man erstmal finden und auch jemanden, der mir nach dieser Offenbarung seine Tiere anvertrauen möchte. Das könnte ein Problem werden.

Ich habe aus meinem Fehler gelernt. Aber zu keinem Zeitpunkt habe ich darüber nachgedacht, meine Erlebnisse zu verheimlichen. Man kann daraus lernen. Ich so oder so, aber vielleicht auch der eine oder andere Leser oder die ein oder andere Leserin. Wenn durch diesen Bericht Tiere geschützt werden können, dann hat dieser Albtraum wenigstens einen kleinen Sinn gehabt. Das Casa Carapax bleibt nun bis Sommer 2018 geschlossen. Keine Aufnahme von Fundtieren, keine Abgabe von Nachzuchten. Aber dann bin ich wieder da!

Liebe Grüße,
Carsten

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